Toggenburger Spindeluhr

mit Vorderpendel ("Zappler") und Holzrädern (signiert und datiert Ulrich Bühler 1801)

Die Wanduhr verfügt über ein Gehwerk mit Spindel und kurzem Vorderpendel und dem gestifteten Steigrad über der Werkdecke, was ein Charakteristikum des Toggenburger Typs darstellt.


Toggenburger Spindeluhr im Schattenburg-Museum

Die Zeitanzeige erfolgt auf getrennt untereinander liegenden  Kreisen für Stunden und Viertelstunden (Minuten). Das Schlagwerk mit Schlossscheibe schlägt die Stunden auf eine kleine Gussglocke über der Werkdecke.


Seitlich neben Geh- und Schlagwerk sitzt das Weckerrad, festgehalten durch eine Hilfsplatine. Der über eine Spindel angetriebene Hammer des Weckers schlägt in schneller Folge auf die Innenseite der Glocke. Die Einstellung der Weckzeit erfolgt durch einen Einsteckstift in der Stundenscheibe.


Alle drei Werke werden über Schnüre und Gewichte angetrieben. Die Gangdauer beträgt bei einer Fallhöhe der Gewichte von etwa 170 cm ca. 8 Stunden.


Das geschweifte Uhrenschild aus Fichtenholz ist mit feinen Blumen auf dunklem Grund bemalt, im Giebel Signatur und Datum (vermutlich der Fertigstellung) "den 27 Abrill 1801 Ulrich Bühler".


Die für das Werk verwendeten Hölzer sind Nussbaum für Boden und Decke, Buche für Pfeiler und Platinen, sowie Apfelbaum für die Zahnräder. An der Uhr befinden sich noch die originalen, bemalten Türchen aus Fichtenholz.


Restaurierung und Beschreibung: Reinhard Häfele